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Fancy-Diamanten - fantastische Renditen mit Fantasie-Farben

Echte Fancy-Diamanten werden sich wohl die wenigsten leisten können, denn dafür müssen mittlerweile sechs- oder gar siebenstellige Summen investiert werden. Trotzdem wollen wir aus Gründen der Vollständigkeit diese Top-Edelsteine vorstellen. Und mit einem Augenzwinkern sei hinzugefügt: Vielleicht erbt der eine oder andere Leser einen solchen Top-Edelstein einmal von einer reichen Tante … Dann weiß man, was man hat.

Atemberaubende Versteigerungserlöse

Als im Frühjahr 2010 bei einer Sotheby’s-Auktion in Hongkong der Hammer fiel, war die Liste der wertvollsten Diamanten um einen Stein länger: Für 6,4 Millionen US-Dollar hatte die Londoner Kauffrau Alisa Moussaieff einen Fancy-Diamanten in Tropfenform und mit einem Gewicht von 5,16 Karat erworben.

Der blaue und lupenreine Stein stammte ursprünglich aus der De Beers Millenniums-Kollektion. Der Auktionserfolg sorgte in der Branche zwar weltweit für Aufsehen, doch ungewöhnlich oder gar einmalig erschien dieser Diamanten-Deal keineswegs. Denn Fancy-Diamonds (meist kurz »Fancys« genannt) erfreuen sich bei solventen Investoren und Sammlern höchster Beliebtheit.

Steine der Mächtigen, Reichen und Schönen

Natürliche Farbdiamanten galten schon immer als Steine der Mächtigen, Reichen und Schönen. Einer der bekanntesten Fancys dürfte der Dresdner Grüne Diamant sein, der im Neuen Grünen Gewölbe in der sächsischen Landeshauptstadt bewundert werden kann. Dieser aus Indien stammende Edelstein ist mit seinen 41 Karat nach heutigem Kenntnisstand der schwerste natürliche grüne Diamant. Er wurde im Jahr 1740 in Leipzig von Kurfürst August dem Starken gekauft.

Steine mit Geschichte

Auch der sagenumwobene blaue Hope-Diamant ist ein Fancy. Er brachte manchen seiner vielen Eigentümer allerdings Unglück und gilt daher bei Verschwörungstheoretikern als verflucht. Tatsächlich haben Wissenschaftler vor einigen Jahren nachgewiesen, dass der blaue Brillant in den Wirren der Revolution Ende des 18. Jahrhunderts aus dem französischen Kronschatz gestohlen und umgeschliffen wurde. Marie Antoinette trug diesen Diamanten, später gehörte er dem englischen König George IV. und dem Bankier Henry Philip Hope, der dem Diamanten seinen heutigen Namen gab. Weitere Eigentümer waren der russische Fürst Kanitowski, der türkische Sultan Abdul Hamid II. und Aristoteles Onassis. Nicht alle wurden glücklich mit diesem außergewöhnlichen Edelstein, dennoch gilt er nach wie vor als einer der schönsten und teuersten Steine der Welt.

Natürliche oder behandelte Farbdiamanten?

Natürliche Fancys sind ausgesprochen selten. Schätzungen zufolge kommt auf 10.000 farblose Diamanten nur ein wertvolles farbiges Exemplar. Da von Farben ein starker optischer Reiz ausgeht und farbige Steine daher vor allem bei der Schmuckherstellung gern verwendet werden, ist die Nachfrage aber sehr viel größer als das Angebot an natürlichen Farbdiamanten – von den horrenden Preisen, auf die wir gleich noch näher eingehen wollen, einmal ganz abgesehen.

Künstliche gefärbte Steine nicht als Kapitalanlage geeignet

Eine preiswertere Alternative besteht darin, weniger wertvolle Diamanten im Labor künstlich farbig zu machen. Eine solche Behandlung muss aber im Zertifikat angegeben werden. Früher wählte man einen sehr einfachen Weg, um Diamanten farbig erscheinen zu lassen: Die Oberfläche des Steins wurde einfach gefärbt. Dann aber entdeckte die Physikerin und spätere Nobelpreisträgerin Marie Sklodowska Curie das Polonium und das Radium. Fortan wurden die Diamanten durch Bestrahlung gefärbt. Die Resultate waren zwar von höherer Qualität als bei der oberflächlichen Färbung, allerdings wiesen diese Steine einen entscheidenden Nachteil auf: Sie waren stark radioaktiv – und das obendrein noch für eine lange Zeit. Deshalb wurden später Teilchenbeschleuniger (Zyklotrone) eingesetzt. Die Radioaktivität der behandelten Diamanten baute sich dadurch zwar schneller ab, dafür erzielte man aber keine befriedigende Farbgebung.

Künstliche Färbung für die Schmuckherstellung

In den 1970er-Jahren kam schließlich eine neue Methode ins Spiel: die sogenannte HPHT-Behandlung. Diese Abkürzung steht für »High Pressure – High Temperature«. Dabei werden die Diamanten einem sehr hohen Druck und hohen Temperaturen (1.500 bis 3.500 Grad Celsius) ausgesetzt. Dieses Verfahren sichert hochwertige Qualitäten für die Schmuckherstellung. Als Kapitalanlage sind diese behandelten Steine aufgrund ihres im Vergleich mit natürlichen Farbdiamanten deutlich geringeren Wertes nicht zu empfehlen.

Farbige Steine als Laune der Natur

Nachdem Sie nun wissen, wie Farbdiamanten im Labor entstehen, bleibt die Frage, wie es die Natur schaffte, Diamanten Farbe zu geben. Überwiegend sind es zusätzliche Mineralien und chemische Elemente, die in den betreffenden Steinen eingeschlossen wurden. Blaue Diamanten enthalten zum Beispiel das chemische Element Bor. Intensives Gelb wiederum wird durch Stickstoff hervorgerufen. Daneben können Defekte im Kristallgitter des Diamanten für Farbe sorgen. Wenn Sie so wollen, handelt es sich bei Fancys also um eine Laune der Natur. Da sie aber extrem selten und noch dazu sehr schön sind, erreichen diese Diamanten entsprechend hohe Preise. Doch bevor ich auf das Preisniveau dieser Steine eingehen und die kleinen, aber feinen Unterschiede erklären möchte, seien Fancy-Diamanten zunächst genauer definiert. Denn längst nicht jeder farbige Stein ist ein Fancy – und nicht jeder Fancy erzielt hohe Preise.

Das Geheimnis der Fancy-Diamanten

Das englische Wort Fancy bedeutet übersetzt Fantasie. Als Adjektiv bedeutet es auch schick und extravagant. Neben den Fancy-Farben gibt es auch Fancy-Schliffe, die von den gängigen Schliffformen abweichen und bisweilen reichlich exotisch anmuten. Wussten Sie zum Beispiel, dass es einen Buddha-Schliff (Buddha-Cut) für Diamanten gibt? Immerhin heißt es, Buddha sitze auf einem Diamantenthron. Wir wollen uns auf den folgenden Seiten jedoch auf die Fancy-Farben konzentrieren.

Feine Farbabstufungen

Im Kapitel über die »4 C« als Werttreiber für Diamanten habe ich im Zusammenhang mit der Farbgraduierung die Farbgrade im Überblick dargestellt. Die sogenannte »Gelbreihe« umfasst sieben Abstufungen und reicht von »Hochfeinem Weiß« (River oder D) bis »Getöntem Weiß« (Crystal oder J). Steine mit der Graduierung »Crystal« weisen bereits eine mit dem bloßen Auge erkennbare schwache Gelbfärbung auf. Diese Diamanten gehören noch zur erwähnten Gelbreihe und nicht zu den Fancys. Bei Diamanten mit einer sehr intensiven gelben Farbe (»Kanariengelb«, wie es im Fachjargon heißt) handelt es sich hingegen um Fancys. Gleiches gilt für ­cognacbraune Diamanten.

Folgende Fancy-Farben gibt es:

  • Kanariengelb (die berühmtesten gelben Fancys sind der Tiffany- und der Jubilee-Diamant).
  • Braun (der größte bisher gefundene braune Diamant ist der Lesotho mit 601 Karat; zur »braunen Kollektion« zählen auch die Champagner- oder Schokoladen-Diamanten).
  • Blau (sehr seltene und daher wertvolle Diamanten).
  • Grün (noch seltener als blaue Diamanten).
  • Pink (der größte geschliffene Diamant aus dieser Farbkategorie ist der Steinmetz Pink).
  • Rot (die seltenste Naturfarbe bei Diamanten; rund 90 Prozent der roten Diamanten stammen aus der Argyle Mine in Australien).
  • Schwarz (diese Steine sind erheblich preiswerter und dienen in erster Linie der Schmuckherstellung).

Brownies und Black Diamonds – ein eigenes Kapitel

Braune Diamanten schimmern aufgrund einer plastischen Deformation des Kristalls nicht weiß oder bläulich, sondern eben in der Farbe von Cognac oder Schokolade. Diese Diamanten haben einige Vorteile aufzuweisen: Zum einen sind sie erheblich preiswerter als der klassische Diamant (teilweise bis zu 80 Prozent), zum anderen setzen sie in einem Collier, Armband, Ohrring oder Ring ungewöhnliche farbliche Akzente.

Schwarze Diamanten als Kapitalanlage ungeeignet

Eine weitere Besonderheit sind schwarze Diamanten. Sie erhalten ihre Farbe vermutlich durch zahlreiche Einschlüsse von Graphit. Allerdings gibt es zu diesem Thema auch abweichende Meinungen. Lange Zeit führten diese Steine ein Schattendasein, doch in den vergangenen Jahren haben namhafte Juweliere und Schmuckdesigner die Faszinationskraft von schwarzen Diamanten entdeckt. Im Jahr 1996 kam der Juwelier De Grisogono erstmals mit einer Kollektion von Schmuckstücken und Uhren auf den Markt, die vollständig mit schwarzen Diamanten ausgefasst waren. Der »Spirit of de Grisogono« gilt mit 312,24 Karat als der bisher größte geschliffene schwarze Diamant weltweit. Er wurde in einen Ring mit 702 weißen Diamanten ausgefasst.

Verwendung in der Schmuckherstellung

Für Aufsehen sorgte ferner die »Black-Diamonds-Kollektion« von ­Chopard, die 1998 auf den Markt kam und sehr zur Popularität von schwarzen Diamanten beigetragen hat. Chopard versah Ohrringe, Ringe, Colliers und Uhren mit schwarzen Diamanten – oft zusammen mit weißen oder gelben Diamanten. Der Grund für diese Kombination ist einfach: Ein schwarzer Diamant besitzt kein Feuer, deshalb wird er selten als Solitär Verwendung finden. Vielmehr bedarf es in der Regel der Hilfe einiger weißer Brillanten, um einen schwarzen Diamanten zur Geltung zu bringen.

Handys mit schwarzen Diamanten

Sogar Handy-Hersteller schmückten ihre Edel-Modelle mit schwarzen Diamanten. So verzierte Ericsson eines seiner teuersten Mobiltelefone mit 240 schwarzen Diamanten mit einem Gesamtgewicht von etwa 18 Karat. Es dauerte nicht weniger als zwei Monate, bis dieses Handy für Anspruchsvolle fertiggestellt war.

So faszinierend und ästhetisch reizvoll schwarze Diamanten sein mögen, zur Kapitalanlage sind sie nicht zu empfehlen, dafür ist ihr Wert im Vergleich mit weißen Diamanten oder anderen Fancys viel zu gering. Wer Ihnen ernsthaft empfiehlt, Ihr Geld in schwarze Diamanten zu investieren, verdient Ihr Misstrauen.

Welche Faktoren entscheiden über die Fancy-Preise?

Kommen wir noch einmal kurz auf den im Frühjahr 2010 versteigerten lupenreinen blauen Tropfen-Diamanten mit 5,16 Karat zurück. Er wechselte, wie erwähnt, für die stolze Summe von 6,4 Millionen US-Dollar seinen Besitzer. Ein lupenreiner Brillant mit 5 Karat mit der bestmöglichen Farbe (D, also hochfeines Weiß +) kostete im Frühjahr 2010 inklusive Mehrwertsteuer über 130.000 Euro pro Karat, insgesamt also mehr als 650.000 Euro. Das bedeutet: Der Fancy-Diamant brachte bei ansonsten vergleichbaren Qualitätskriterien aufgrund seiner seltenen Farbe gegenüber einem farblosen Stein den zehnfachen Preis.

Eigener Markt für Fancy-Diamanten entstanden

Das zeigt, dass farbige Naturdiamanten eine Anlageklasse für sich darstellen und somit nur für Anleger mit entsprechend großem Vermögen infrage kommen. Galten Fancys früher noch als Kuriositäten, so ist mittlerweile längst ein eigener Markt mit eigenen Gesetzen für diese begehrten Steine entstanden. Wie lauten diese Gesetze – und was unterscheidet sie vom übrigen Diamantenmarkt?

Kriterien für Fancy-Diamanten

Auf den ersten Blick nicht viel: Der Wert von Fancy-Diamanten ergibt sich ebenfalls aus den erwähnten Kriterien der Diamant-Graduierung, allerdings mit besonderen Prioritäten. Im Vordergrund steht neben dem Gewicht (Karat) vor allem die Farbe und deren Intensität. Der Schliff ist zwar ebenfalls wichtig, entscheidet er doch über die Brillanz des Diamanten. Er fällt bei Fancys aber weniger ins Gewicht als bei weißen Steinen. Gleiches gilt für die Reinheit.

Besondere Bedeutung von Farbe und Intensität

Fancy-Diamanten werden vor allem unter zwei Aspekten graduiert: Zunächst geht es darum, die Grundfarbe des Steins zu bestimmen, also zum Beispiel blau, gelb, grün oder pink. Das zweite wichtige Kriterium ist die Intensität der Farbe. Beides zusammen – die Grundfarbe und deren Intensität (also die Farbsättigung) – entscheidet über den Wert von Fancy-Diamanten. Zur Beurteilung der Farbsättigung hat das angesehene US-amerikanische Institut GIA eine neunstufige Skala erarbeitet, die von »faint« (schwach) bis »vivid« (klar, lebhaft) reicht. Hier die Abstufungen im Einzelnen:

  1. Faint
  2. Very Light
  3. Light
  4. Fancy Light
  5. Fancy
  6. Fancy Dark
  7. Fancy Intense
  8. Fancy Deep
  9. Fancy Vivid

Auch die anderen führenden Institute arbeiten mit ähnlichen Bezeichnungen, die im Zertifikat angegeben werden. Im Diamond Colour Certificate des Antwerpener HRD findet sich zum Beispiel eine Colour Grading Scale (also Farb-Graduierungsskala) mit den Bezeichnungen »light«, »faint«, »intense«, »dark« und »translucent«. Angaben zur Reinheit enthalten diese Zertifikate nicht.

Unser Praxistipp

Zur Kapitalanlage geeignet sind in erster Linie Fancys mit besonders intensiven Farben. Ein naturfarbener Diamant »light pink« kostet zum Beispiel weniger als ein Fancy »vivid pink« in gleicher Größe, Reinheit und mit identischer Schliffform. Diamanten mit hoher Farbsättigung sind selten und daher begehrt.

Häufig ist zudem nicht nur eine Farbe auszumachen, vielmehr kommt ein zweiter Farbton hinzu. Dann wird der Stein mit Bezeichnungen wie »yellow-greenish« (gelb-grünlich), »yellow-brownish« (gelb-bräunlich) oder »greenish-yellow« (grünlich-gelb) graduiert. Diese farblichen Nuancen sind bei entsprechender Beleuchtung meist schon mit dem bloßen Auge zu erkennen. Hierbei gilt: Weist der Fancy-Diamant nur eine klare Farbe auf – zum Beispiel ein intensives Gelb – so ist der Wert höher als der eines vergleichbaren Steins, bei dem man eine zweite Farbe erkennt.

Schliffform und Qualität der Schliffausführung

Kommen wir nun zu den Sekundär-Kriterien. Natürlich dürfen auch die Schliffform und die Qualität der Schliffausführung nicht außer Acht gelassen werden. Wie bei allen anderen Diamanten, entscheiden ein optimaler Schliff und exakte Proportionen auch über die Brillanz von Fancys. Eine gute Schliffqualität gibt dem Fancy-Diamanten ein faszinierendes Funkeln und verleiht der Farbe ein hohes Maß an Intensität. Beim Bearbeiten eines solchen Steins achtet der Schleifer zudem auf die Einschlüsse, denn die können ebenfalls dazu beitragen, die Farbe des Diamanten zu verstärken. Die Facetten und Winkel bringen ebenfalls mehr Farbe in den Diamanten, sodass der Schleifer sehr genau überlegen muss, welche Schliffform für den betreffenden Fancy am besten geeignet erscheint.

Exklusivität durch eine besondere Kombination von Farbe und Schliff

Bei Fancy-Diamanten ist der Brillant-Schliff ebenfalls häufig anzutreffen, ebenso der Oval- und Princess-Schliff. Oft findet man allerdings auch Fantasie-Schliffe. Die Kombination aus Fancy-Farben und Fancy-Schliffen machen den Stein besonders rar oder sogar zum Solitär, was sich wertsteigernd auswirken kann, allerdings nur dann, wenn der betreffende Fancy den Geschmack potenzieller Käufer trifft. Bei allzu ausgefallenen Exoten kann die Fungibilität des Steins sehr eingeschränkt sein.

Die Faszination von Pink-Diamanten

Wie bereits betont, sind rote, grüne und blaue Fancys am seltensten und damit in der Regel am teuersten. Pink-Diamanten (also rosafarbene Steine) gelten zwar ebenfalls als sehr rar, die Chance freilich, einen solchen Fancy zu bekommen, erscheint größer als bei den natürlichen Farbdiamanten in den genannten extrem seltenen Farben. Die Argyle Diamond Mine in Australien ist zwar bekannt für ihre Pink-Diamanten, doch machen diese Steine gerade einmal 1 Prozent der Gesamtproduktion aus. Pink-Diamanten kommen ferner aus Minen in Indien, Brasilien und Afrika, doch die Farbe dieser Steine ist im Vergleich mit den Argyle-Fancys oft schwächer. Pink-Diamanten werden wiederum in fünf Kategorien eingeteilt:

  1. Pink
  2. Purplish Pink
  3. Brownish Pink
  4. Orange Pink
  5. Pink Champagne

Je reiner und ins Rote gehender desto wertvoller

Was die Farbintensität anbelangt, so ist auch bei Pink-Diamanten die erwähnte neunstufige GIA-Skala ausschlaggebend. Generell gelten Diamanten mit der reinen Farbe Pink (also ohne zweite Farbnuance) als selten und teuer. Je näher sich die Farbe einem roten Diamanten nähert, desto wertvoller ist der Stein.

Die meisten pinkfarbenen Diamanten weisen eine Reinheit von SI1 oder SI2 (leichte Einschlüsse) auf. In Ausnahmefällen werden aber auch pinkfarbene Diamanten mit sehr leichten oder sehr, sehr leichten Einschlüssen (VS bzw. VVS), mitunter sogar in lupenreiner Qualität angeboten, die naturgemäß einen deutlich höheren Wert aufweisen.

Investmentkompass

Bewertungskriterien für Fancy-Diamanten (Naturfarben)

1. Farbe
a. Extrem selten: rot, grün, blau
b. Sehr selten: pink, kräftiges Gelb
c. Selten: gelb, kräftiges Braun
d. Weniger selten: schwarz, braun

Zur Kapitalanlage sehr gut geeignet sind die Kategorien a und b; c ist bedingt geeignet; die Diamanten in der Gruppe d werden vor allem zur Schmuckherstellung eingesetzt.

2. Farbintensität
Je intensiver die Farbe, desto wertvoller der Stein. Die Farbsättigungs-Kategorien »Intense«, »Deep« und »Vivid« sind unter Kapitalanlageaspekten vorzuziehen.

3. Farbklarheit
Je klarer und dominierender eine Farbe ist, desto teurer ist der Fancy-Diamand. Ist eine Sekundärfarbe zu erkennen, kann dies den Preis mindern. Letztlich kommt es aber immer auf den Einzelfall an.

4. Gewicht (Karat)
Grundsätzlich gilt selbstverständlich auch bei Fancys: Je größer der Stein, desto teurer. Allerdings kann ein kleinerer Stein mit einer sehr seltenen Farbe erheblich teurer sein als ein größerer Stein mit einer häufiger vorkommenden Farbe. Ein gelber Diamant mit 3,00 Karat in der Reinheit VS2 wird mehr kosten als ein Diamant in der gleichen Farbe in der Reinheit VS und einem Gewicht von 2,50 Karat. Aber ein Pink-Diamant mit kleinen Einschlüssen und einem Gewicht von 2,00 Karat kostet aufgrund seiner Seltenheit mehr als ein 3,00-Karäter in Gelb.

5. Reinheit
Die Reinheit spielt bei Fancy-Diamanten keine so große Rolle wie bei farblosen Steinen. Natürlich wirkt sich eine größere Reinheit wertsteigernd aus, wichtiger sind aber die Farbe und deren Intensität.

6. Nachfrage
Steine in Pink und Gelb erfreuen sich großer Nachfrage, seit verschiedene Show- und Glamour-Größen solche Steine populär gemacht haben. Äußerst begehrt bleiben blaue, grüne und rote Steine. Diese sind aber nur in sehr eingeschränktem Maß verfügbar. An solche Kostbarkeiten kommt man normalerweise nur mit einem Quäntchen Glück über renommierte internationale Auktionshäuser.

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Victoria Lichtner
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